Polyzentrisch und vernetzt – der Raum der kurzen Ferne

Mehr Mitte überall – neue Knotenpunkte in der Schweiz

Die kleinen und mittleren Orte in der Schweiz werden grösser und nehmen das Wachstum in sich auf. Sie werden urbaner und vereinen das Beste aus zwei Welten: städtische Infrastruktur und suburbane ländliche Lebensqualität. Eine Vielzahl von technisch und mobil gut vernetzten Zentren entsteht, die Wohnen, Arbeiten und Freizeitangebote bündeln. So werden Städte entlastet und Regionen gestärkt.

Das Bevölkerungswachstum wird 2035 zunehmend von kleinen und mittleren Ortschaften getragen. Möglich wird dies durch einen massiven Ausbau von technologischer (Glasfaser, 5G) und mobiler Infrastruktur – und durch die zunehmende Flexibilisierung von Arbeit. Die smarte Kombination aus städtischem Lebensstil und ländlicher Anbindung zieht immer mehr Menschen an. Sie schätzen die kurzen Wege, die Nähe zur Natur und zu ihren Mitmenschen. Möglich wird dies unter anderem, weil Unternehmen entscheidende Impulse für die Entwicklung von kleinstädtischen Knotenpunkten geben: Sie verlagern Geschäftsbereiche dorthin, wo ihre Mitarbeitenden wohnen, kuratieren Work Spaces, schaffen sogar Wohnstartplätze für Berufseinsteiger*innen und Auszubildende und bieten Lern- und Care-Angebote. 

So könnte es aussehen

Wo heute vor allem umgestiegen wird, pulsiert 2035 das Leben. Morgens öffnet direkt beim Bahnhof der Unternehmens-Hub – ein dynamischer Co-Working-Space für alle: KMUs, Start-ups, Angestellte und Freelancer. In den obersten Stockwerken stilles Arbeiten, weiter unten die Team-Spaces und die regionalen Satelliten grosser Unternehmen inklusive Meetingräumen. Im Erdgeschoss Café, Kita, Prototyping-Space und Lernstudio. Über Netzwerke werden Infrastruktur und Hardware geteilt. Es entstehen spezialisierte regionale Hubs: Holzrobotik in Lichtensteig, Med-Tech-Lab in Aarau, Food-Fab in Delémont. Tradition trifft auf Innovation, Technologie auf Handwerk.

Gemeinschaftsflächen und geteilte Services sparen Raum. Und Geld. Das macht sie für Unternehmen attraktiv. Für Arbeitnehmende wird der Weg zur Arbeit kürzer: Statt langem Pendeln in die Zentren können sie nun Velo fahren oder laufen. Und das durch eine begrünte Kleinstadtidylle mit grossstädtischer Infrastruktur und belebtem Kern. Weil alles so nah beieinanderliegt, liegt sogar ein Mittagessen mit den Kindern, ein schneller Einkauf oder ein Arzttermin drin. Von den kurzen Distanzen und der guten Infrastruktur profitieren auch Senior*innen: Gesundheitsdienste, Einkaufsmöglichkeiten und Kaffeeplausch – alles nur einen Katzensprung entfernt und selbstständig zu erreichen.

Und wie wird gewohnt? Sozial vernetzt, aber mit Rückzugsmöglichkeiten. Diese sind modular und können sich flexibel der eigenen Lebenssituation anpassen. Um ausreichend Wohnraum zu schaffen, wird überbaut und umgenutzt. Aufstockungen schaffen neue Räume – reversibel und kreislauffähig. Im Erdgeschoss wird neben Werkstätten und Gemeinschaftsräumen Platz für Kultur und Handel geschaffen. 

Eine polyzentrische Schweiz verteilt urbanes Leben neu. Für die Bewohner*innen bedeutet das mehr Lebensqualität und sozialen Anschluss. Für Unternehmen: breiteres Recruiting, gesteigerte Arbeitnehmerzufriedenheit und eine geringere Fluktuation. Für Regionen: lokale Aufträge, belebte Innenstädte. Für die Schweiz: weniger Pendelspitzen, weniger CO₂, mehr Ortsloyalität und bezahlbaren Wohnraum. Grössere Städte gewinnen Luft, kleinere Orte neue Vitalität. Die Schweiz wird zum Netz der kurzen Fernen.
 

Weitere Zukunftsszenarien

Kompakt & regenerativ

Die Stadt wächst nach innen: Gleiche Fläche, mehr Stadt, mehr Natur.

Szenario entdecken

Super Cities mit Grüngürtel

Städte und Agglomerationen wachsen (zusammen): Gross werden, grün bleiben, smarter bauen

Szenario entdecken

Wohnraum im Fluss

Die mobile Schweiz: Wohnen wird beweglich: besser verteilt, zeitlich flexibel, sozial verankert

Szenario entdecken

Mehr zu unserer Mission «Bauen. Wohnen. Leben.»

Zukunft bauen, Leben gestalten.

Du fragst dich, wie wir angesichts wachsender Bevölkerung zukünftig wohnen und leben werden? Wir haben Antworten.

Mehr erfahren

So will die Schweiz wachsen

Eine repräsentative Bevölkerungsumfrage zeigt, wie die Schweizer Bevölkerung über Wohnen und Verdichtung denkt und unter welchen Bedingungen sie Veränderungen akzeptiert.

Mehr erfahren

Ideenaufruf

Gleiche Fläche, mehr Leben: Der Migros-Pionierfonds sucht Lösungen zur qualitativen Verdichtung in einer wachsenden Schweiz.

Mehr erfahren

Die gezeigten Visualisierungen wurden unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz erstellt. Grundlage bilden fachliche Inputs von Expert:innen, Studien sowie raumplanerischen und städtebaulichen Grundlagen. Diese Inhalte wurden in präzise Prompts übertragen und die KI-Ergebnisse mehrfach überprüft, bewertet und verfeinert, um sachlich plausible und visuell stimmige Darstellungen zu gewährleisten.

Die Visualisierungen sind bewusst als Denkanstösse konzipiert. Sie zeigen mögliche Zukunftsszenarien, keine konkreten Baupläne oder Handlungsanweisungen. Ziel ist es, neue Perspektiven auf eine wachsende Schweiz zu eröffnen und Diskussionen über nachhaltiges, lebenswertes und gemeinschaftliches Bauen, Wohnen und Leben anzuregen.

Verwendete Plattformen: Veo 3.1, Nano Banana, Midjourney
Realisation: 2erpack Identity, Behruz Tschaitschian & Veronika Kieneke